Babyboom

28. Juni 2016

Leoparden-, Lemuren-, Lamm- und Ziegenbabys u.a. Zurzeit wimmelt es im Parken Zoo von kleinen Tierbabys. Frühling und Sommer werden normalerweise mit Grün, Wärme und hellen Abenden verbunden, aber im Parken Zoo bringt die Jahreszeit normalerweise auch eine Babyboom mit sich. Dieses Jahr also auch.

”Zurzeit wird in vielen Gehegen getobt und gehüpft. Im Kleinen Zoo, wo man zu den Tieren hineingehen kann, haben wir derzeit neun Lämmer und zwei Zicklein, mit denen man kuscheln kann, und bald werden die kleinen Küken aus ihrem Aufzuchtstall Einzug halten – sagt Louise Nilsberth, die als Zoolehrerin im Parken Zoo tätig ist.“.

Nicht nur in der Abteilung für Nutztiere war das Babyglück groß; das sensationelle Amurleoparden-Trio Seja, Igor und Zino ist nun mit seiner Mutter Takara in der Außenanlage der Art zu sehen. Der Otterjunge Morris hat nun richtig schwimmen gelernt und spielt im Wasser mit seiner restlichen Familie.
Das Tamandua-Baby Maya, das Anfang des Frühlings geboren wurde, wird immer aktiver und verlässt nun immer öfter den Rücken seiner Mutter. Im Wüstenhaus tollen die bezaubernden Sandkatzenbabys Sally und Dinah herum, und in der Welt der Lemuren kann man dem rotbäuchigen Lemurenbaby Fluffy ganz, ganz nah kommen.
Andere Tiere, die dieses Jahr Nachwuchs bekommen haben, sind Krötenlunge (Rana spec.), Bartagame (Pogona spec.), Ägyptische Landschildkröte (Testudo kleinmanni), Rotbeinige Waldschildkröte (_Chelonoidis carbonaria_), Zweifarbige Seidenäffchen (_Callithrix kuhlii_) und Kaisersalmler (_Pithecia pithecia_). Aus den Vorjahren haben wir auch die Gibbonsjungen Spike und Chili, die herumtollen.

Dass Tiere in Zoos Nachwuchs bekommen, ist nicht nur süß, sondern auch wichtig für das Wohlergehen der Tiere, da Fortpflanzung und Aufzucht stark verankerte, angeborene Triebe sind. Außerdem ist es Teil der Artenschutzarbeit, da viele dieser Arten vom Aussterben bedroht sind. So gibt es beispielsweise nur noch etwa 70 Amurleoparden * in freier Wildbahn. Die EAZA (European Association of Zoo’s and Aquaria) betreibt Erhaltungszuchtprogramme, sogenannte EEPs, und viele der Arten im Park Zoo sind Teil genau dieser Projekte. Wenn die Jungtiere groß genug sind, ziehen viele von ihnen in einen anderen Zoo um, um neue Zuchtpaare zu bilden und die Zukunft ihrer Art zu sichern.

Wenn Sie diesen Sommer einen schwedischen Zoo besuchen, erleben Sie nicht nur einen wunderbaren Tag mit Erinnerungen, Inspiration und neuem Wissen. Sie tragen auch zur Arbeit mit bedrohten Arten bei.

Louise Nilsberth, Abteilung für Forschung und Bildung, Parken Zoo

E-Mail louise.nilsberth@parkenzoo.se

Tfn: 070-086 28 82

Zahlen laut der Organisation Amur Leopard & Tiger Alliance.